Nachruf
Reinhard Schneider
T
15.9.1925 V 30.6.2001
Reinhard Schneider gründete mit Dr. Ernst Hartmann und fünf weiteren Herren am
1. Dezember 1961 in München unseren Verein und war das letzte noch lebende
Gründungsmitglied. Seit seinem Physikstudium begann er als 20jähriger sich
für die Radiästhesie zu interessieren. Er war so begeistert, dass von nun an
diese in seinem ganzen Leben eine Hauptrolle spielte. Er lebte die Radiästhesie
und Geomantie mit vielen Höhen und Tiefen, über 55 Jahre lang.
Aufgrund seiner Ausbildung und Erfahrung prägte Reinhard Schneider der
Radiästhesie eine neue Richtung auf, der "physikalischen Radiästhesie".
Er führte die "Grifflängentechnik" ein und die von ihm entwickelte
"Lecherantenne" ist ein radiästhetisches Instrument, das nicht mehr
wegzudenken ist. Die von Reinhard Schneider erabeitete Methodik findet Zuspruch
und Anerkennung auf der ganzen Welt, sie ist neben der "mentalen
Radiästhesie" des Mediziners Dr. Hartmann der wichtigste Faktor zur
Etablierung dieser Disziplin in der Wissenschaft. Reinhard Schneider wurde zu
einer herausragenden Persönlichkeit seit Bestehen der Geobiologie.
Über zwei Jahrzehnte führte Reinhard Schneider im Rahmen der Ausbildung des
Forschungskreises Lehrveranstaltungen durch und war auch mehrere Jahre
Ausbildungsleiter. Sein unermüdlicher Forschungs- und Wissensdrang führten zu
vielen wertvollen radiästhetischen und geomantischen Entdeckungen und
Erkenntnissen. In seinem "Bronnbacher Kreis" führte er Menschen
zusammen, die die physikalische Radiästhesie favorisierten, um freier und noch
tiefer in dieser Richtung zu forschen. Doch fast 40 Jahre war er mit dem
Forschungskreis stets eng verbunden und begeisterte bei vielen Vorträgen bei
den Frühjahrs- und Expertentagungen des Vereins seine Zuhörer. Gerade in
letzter Zeit hat er die Zusammenarbeit mit dem Forschungskreis gesucht und sehr
intensiviert und es waren noch vielen Dinge in der Planung, deren Durchführung
uns leider nicht mehr vergönnt sein sollte. Die Seminarveranstaltungen wurden
bei den Mitgliedern des Vereins sehr gut angenommen und stellten insgesamt eine
Bereicherung des Seminarprogrammes des Vereins dar. Seinen Seminarteilnehmern
hat er viel Wertvolles weit über die Bereiche der Radiästhesie und Physik
hinaus vermittelt. Seine Ausstrahlung, sein Wissen, seine Erfahrung, sein
Engagement und seine Begeisterungsfähigkeit machten jede Begegnung mit ihm zu
einem Erlebnis. Ein grosser Kreis seiner Anhänger begleitete ihn viele Jahre
seines Lebens.
Aufgrund seiner herausragenden Verdienste in der Radiästhesie und Geobiologie
wurden Reinhard Schneider im Jahre 2000 von der Mitgliederversammlung zum
Ehrenmitglied ernannt, eine wohlverdiente Auszeichnung, die nur ganz wenigen vor
ihm zuteil wurde. Seine geomantischen Studienreisen führten Reinhard Schneider
erst in den letzten Jahren zu vielen interessanten Orten auf unserem Erdball (u.
a. nach Mexiko, Nepal oder Ägypten), dessen Erlebnis er nie missen wollte und
von dem alle Interessierten zusätzlich profitieren konnten.
Reinhard Schneider starb während eines Seminars am Samstagnachmittag im Kreise
seiner Schüler am plötzlichen Herztod an einem "Ort der Kraft"
direkt neben der "heiligen" Quelle der kleinen Kapelle Liebfrauenbrunn
bei Werbach. An einem seiner Lieblingsorte, zu dem er jeden seiner Schüler
hinführte. Er wurde im engsten Kreis seiner Familie in Wertheim beigesetzt.
Das Lebenswerk Reinhard Schneiders soll nach seinem Wunsch und dem Wunsch seiner
Familie beim Forschungskreis für Geobiologie Dr. Hartmann e.V. fortgeführt
werden. Wir danken Reinhard Schneider für die vielen interessanten Begegnungen,
seinem wertvollen Beitrag zur Bereicherung der Radiästhesie, Geobiologie und
Geomantie und kommen diesem Wunsch zum Wohle aller an diesem Fachbereich
Interessierten gerne nach.
Der Vorstand
Reinhard Schneider
VAnfang Juli erhielten wir die traurige Nachricht, daß Reinhard Schneider für immer von uns gegangen ist. Er verstarb am 30. Juni 2001 während eines Einführungsseminars neben der Kapelle Liebfrauenbrunn bei Werbach. Er war noch voller Zukunftsplänen gewesen und wollte noch erprobte radiästhetische Werkzeuge seinen Seminarteilnehmern anbieten.
Reinhard Schneider war einer der großen Radiästheten unserer Zeit. Seine "Grifflängentechnik" und die Auffassung, daß die Wünschelrute eine Antenne ist, die auf die Wellenlänge der zu untersuchenden Schwingungen abgestimmt werden kann, machten ihn unter Radiästheten des In- und Auslandes sehr bekannt. Seine Abstimmrute, die er "Lecherantenne" nannte, fand eine große Verbreitung und manche Literatur bezog sich auf deren Einstellwerte, wie die Bücher von Jünemann, Bongart usw. Der große Vorteil besteht darin, daß man die beschriebenen Orte nach der Methode von Reinhard Schneider auffinden kann, ohne sich in speziellen Seminaren erst auf die in dieser Literatur beschriebenen Phänomene mental einstimmen zu müssen. Auch für die Pendel entwickelte er eine Abstimmtechnik.
Schon frühzeitig wurde er mit dieser Thematik konfrontiert. Als Soldat lernte er in den letzten Kriegsjahren die damals neueste Funktechnik kennen. Während seines Physik-Studiums war es der Direktor des Instituts für theoretische Physik, Prof. Dr. Kratzer, der ihn immer wieder auf radiästhestische Fragen aufmerksam machte. Schon in den fünfziger Jahren konnte er durch Blind- und Doppelblindversuche nachweisen, daß Rutengänger mit der abgestimmten Wünschelrute auch auf Hochfrequenz der entsprechenden Wellenlänge ansprechen. Ein Aufsatz über seine Untersuchungen wurde 1954 über Prof. Kratzer der Redaktion der Zeitschrift "die Naturwissenschaften" vorgelegt, leider aber nicht veröffentlicht.
Am 1. Dezember 1961 war Reinhard Schneider Mitbegründer des "Forschungskreises für Geobiologie". In den folgenden Jahren übernahm er dort die Ausbildung der Rutengänger. Vor etwa 20 Jahren begann er, seine eigenen Seminare zu veranstalten. Dabei weitete er das Spektrum seiner Themen immer mehr aus. Wassersuche, Heilwässer, Suche nach Bodenschätzen (Erdöl, Eisenerze, Schwerspat usw.), die Geobiologie, Geomantie, das Sammeln und Bearbeiten von Bachblüten, Zeigerpflanzen und Pflanzenstandorte usw. waren Themen seiner Seminare. Sein besonderes Interesse galt der Feldveränderung und der Positivierung. Dabei berücksichtigte er sowohl die Technik der alten Römer, die aus China stammenden Lehren des Feng Shui als auch die Techniken der Herstellung von Haussegen, Reisesegen usw., wie sie in früheren Jahrhunderten in den Klöstern üblich waren.
Er reiste nicht nur selbst an die berühmten Kraftorte, sondern veranstaltete auch Exkursionen nach Mexiko in das Gebiet der Mayas mit seinen Pyraminden, nach Irland, nach Tibet und Nepal. Aber auch die Exkursionen in die Schweiz, Eifel, nach Trier, Idar-Oberstein waren sehr beeindruckend. Von Zeit zu Zeit veranstaltete er Symposien in Schloß Elmau und später in Veitshöchheim, auf denen über die neuesten Erkenntnisse berichtet wurde und die bei Radiästheten viel beachtet waren.
Obwohl er sich mit seiner Lehrtätigkeit selbständig gemacht hatte, fühlte er sich dem Forschungskreis für Geobiologie immer verbunden. Auf vielen Frühjahrstagungen hielt er interessante Vorträge und noch im Mai dieses Jahres veranstaltete er ein Geomantie-Seminar in Waldkatzenbach, das großen Anklang fand.
Reinhard Schneider hinterläßt eine große Lücke. Wir können nur unser Bestes versuchen, damit seine Lehren und Erkenntnisse nicht in Vergessenheit geraten.
Werner Pietsch